Tgesa Medelina Gliarauns 2020

von Christoph Giger

Die 1947 als untere Alp errichtete Maiensäss-Hütte wurde von den damaligen Bauern von Mitte Mai bis Mitte Juni sowie im Oktober als Wohnraum genutzt. Die Nutzung als bäuerlicher Wohn- und Arbeitsraum ging in den 60er Jahren verloren, als die Alpwirtschaft mit Kühen im Val Medel stark zurückging. Seither stand die Baute leer und wurde Wind und Wetter  weitestgehend überlassen. Von 2011 - 2013 haben wir das Maiensäss zum Ferienhaus um- und ausgebaut: Den Blockbau konnten wir erhalten und die Räume von zwischenzeitlich angebrachten Einbauten befreien. Durch das Einfügen eines "Raumkreuz" wurde das räumliche Gefüge geklärt. Aufgrund thermischer Ansprüche wurde das Gebäude in ein edleres Gewand gehüllt: Die dünne, stehende Lärchenschalung verweist auf die neuzeitlich angepasste Nutzung. Neues wird denn auch nicht kaschiert, sondern gibt sich als Solches zu erkennen: Das Transportieren einstiger Raum- und Materialqualitäten in die heutige Zeit.

 

Auftragsart
Direktauftrag

Zeitraum
2011-2013

Auftraggeber
Privat
Fotografie
Architekturbüro Christoph Giger - St. Gallen

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von Christoph Giger

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2019

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2012

Lebenslauf

*1984 Appenzell
2003–2005 ETH Zürich
2006–2009 HTW Chur
2007–2011 Bearth & Deplazes Architekten - Chur
2011–2013 Boltshauser Architekten - Zürich
2013-2019 Giger Nett Architekten - Zürich
2016–2017 Entwurfsassistent ETH Lausanne
seit 2019 Architekturbüro Christoph Giger - Haslen AI
seit 2020 CPO und Co-Founder Raumpioniere - St. Gallen
2021 Gründung Verein baukultur.AI

 

Philosophie

Als Appenzeller ist mir bewusst, dass die Kleinheit des Kantons, seine liebliche Landschaft und sein originelles und selbständiges Volk meinen Charakter geprägt haben. Als Architekt, der nach dem Studium von einigen der ganz Grossen unserer Zunft lernen durfte, zeichnen mich neben meinem starken Bewusstsein für Traditionen, Umwelt und Nachhaltigkeit aber auch eine grosse Neugier und Weltoffenheit aus.